Außer Gefecht gesetzt

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Grafik: Pixabay

Irgendein Virus oder so was in der Richtung hat mich am 3. Oktober 2018 erwischt. Ich musste mich nur übergeben. Mit Essen und Trinken war nichts drin. Am Freitag, 5.10.2018, hat mich mein Hausarzt wegen akuter Verschlechterung des Allgemeinzustandes und Dehydrierung ins Klinikum Hanau eingewiesen.

In der Notaufnahme kam ich auch gleich dran. Nachdem ich in ein Behandlungszimmer geführt wurde, musste ich noch dreimal übergeben bevor ein Arzt kam. Dieser setzte als erstes eine Nadel in den Port ein, damit Infusionen angeschlossen werden konnten. Ich bekam auch gleich eine gegen die Dehydrierung. Der Arzt tastet dann den Bauch ab, um festzustellen, ob eine Entzündung im Bereich der Austrittsstelle der PEG-Sonde vorliegt. Das war nicht der Fall. Was mir nun genau fehlt, konnte er mir noch nicht sagen. Es müssten erst weitere Untersuchungen abgeartet. werden.

Nachem dem die Infusion durchgelaufen war, wurde ich auf Station gebracht. Mittlerweile war es schon 20:30 Uhr (in die Notaufnahme kam ich um 14:30 Uhr). Es war ein Einzelzimmer. Ich sollte, sobald feststand, dass ich nichts Ansteckendes habe, in ein Zweibettzimmer verlegt werden. Ich habe mich gleich schlafen gelegt, soweit man in Krankenbetten schlafen kann.


Am nächsten Morgen um 7 Uhr bekam ich die nächsten Infusionen: Antibiotika, Kortison, Schmerzmittel und nätürlich Wasser. Ebenfalls wurden mir zweimal jeweils 500 ml Sondennahrung über die PEG-Sonde zugeführt. Das war wohl zuviel des Guten, denn die Sondennahrung kam nach fünf Stunden wieder raus. Deshalb wurde mir über Nacht Nahrung über den Port zugeführt.

Am Sonntag kam endlich ein Arzt, den ich aus der onkologischen Ambulanz kannte. Nachdem ich ihm meine Beschwerden geschildert hatte, meinte er, dass am Sonntag die PEG-Sonde erstmal in Ruhe gelassen wird. Am Montag werde er eine Ultraschalluntersuchung des Bauches vornehmen. Man würde dann weiter sehen. Der Rest des Sonntages verlief ereignislos, bis auf die täglichen Infusionen. Es ging mir schon etwas besser, übergeben musste ich mich auch nicht mehr.

Am Montagmorgen um 8:30 Uhr wurde ich dann per Rollstuhl in die onkologische Ambulanz zum Ultraschall gebracht. Bei der Untersuchung wurde nichts ausßergewöhnliches festgestellt. Ich wurde auf die Stastion zurückgebracht. Neben den üblichen Infusionen bekam ich auch Schmerzpflaster aufgegeklebt. Ebenfalls bekam ich 500 ml Sondennahrung. Diese habe ich auch vertragen.

Am Dienstag bekam ich neben den üblichen Infusionen zweimal 500 ml Sondennahrung, welche ich gut vertragen habe. Wegen des Schmerzpflasters war ich mittlerweile antriebslos, ich musste mich zu jeder Handlung durchringen. Es war mir alles egal. Ansonsten verlief der Tag ereignislos.

Am Mittwoch bekam ich nochmal ein Schmerzpflaster, die morgendlichen Infusionen und 500 ml Sondennahrung. Um 10:30 Uhr wurde ich nach Hause entlassen. Ich habe bis zur Entlassung das Einzelzimmer behalten.


Zu Hause angekommen, bemerkte ich erst, wie sehr mich das Schmerzpflaster beeinträchtigte. Antriebslosigkeit, im Kopf wie betrunken und alles war mir egal. Ich war high. Erst als ich am Freitag das Pflaster entfernte, stellte ich fest, dass es sich um Fentanyl handelte. Das ist meiner Meinung nach ein Teufelszeug. Nach Professor Google werden mit diesem Zeug in den USA Todesurteile vollstreckt. Ich hatte noch fünf Tage zu kämpfen, bis ich wieder klar im Kopf war.

Aber Hauptsache es geht mir wieder gut. Was mir aber genau gefehlt hat, konnte mir keiner sagen.

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